Ullrich Wannhoff, Berlin

 

Jacob van Hoddis

Malerische und zeichnerische Skizzen zu Gedichten von Jacob van Hoddis

Jacob van Hoddis (anagrammatisches Pseudonym für Hans Davidson, am 16. Mai 1887 in Berlin geboren und am 30. April 1942 von den Nazis zur Vernichtung deportiert; ein genaues Todesdatum ist nicht bekannt). Mit dem Gedicht „Weltende“ in der Berliner Zeitung 1911 „DER DEMOKRAT“ erlangte Jacob van Hoddis seine gebührende Anerkennung.
 
„Auf einmal flattert ein Rabe auf, ein schwarzschillernder Kopf blickt finster über die Brüstung des Lesepultes. Er spricht seine kurzen Verse trotzig und strotzend, die sind so blank geprägt, man könnte sie ihm stehlen. Vierreiher-Inschriften; rundherum müssten sie auf Talern geschrieben stehen in ein Sozialdichterstaat.“ Geschrieben von Else Lasker Schüler über van Hoddis
 
Weltende
Jacob van Hoddis Dem Bürger fliegt vom spitzen der Kopf der Hut
In allen Lüften hallt es wie Geschrei
Dachdecker stürzen ab und gehen entzwei
Und an den Küsten liest man steigt die Flut
 
Weltende, Jacob von Hoddis
 
Der Sturm ist da, die wilden Meere hupfen
An Land, um dicke Dämme zu erdrücken
Die meisten Menschen haben einen Schnupfen
Die Eisenbahnen fallen von den Brücken
 
Varieté 1, Loge Skizzen zu dem Gedicht „Varietè“ I
Loge
 
Varieté, Der Athlet Skizzen zu dem Gedicht „Varietè“ II
Der Athlet
 
Varieté, Der Humorist Skizzen zu dem Gedicht „Varietè“ III
Der Humorist
 
Varieté, Tanz Skizzen zu dem Gedicht „Varietè“ IV
Der Tanz
 
Varieté, die Inderin Skizzen zu dem Gedicht „Varietè“ V
Die Inderin
 
Varieté, Ballett Skizzen zu dem Gedicht „Varietè“ VI
Ballett
 
Varieté, Die Soubrette
 
Skizzen zu dem Gedicht „Varietè“ VII
Die Soubrette
 
Vom Bette durch die Welt zum Tode „Vom Bette durch die Welt zum Tode“
Szenische Versionen
„Der 26jährige. Der Mond“
 
8 schwangere Musen „Der 26jährige, 8 schwangere Musen.“
 
Die Musen der Vorstadt „Die Musen der Vorstadt.“